Freitag, 30. Juli 2010 | Der Hype um die sog. Elektroautos wird immer größer. Aber dem interessierten Verbraucher stellen sich viele Fragen. Gibt es überhaupt schon alltagstaugliche Exemplare zu kaufen? Was kosten solche Fahrzeuge und sind diese wirklich umweltschonender als herkömmliche Autos?
Wir versuchen, auf dieser Seite die wichtigsten Fragen rund um das Elektroauto zu beantworten. Daneben gibt es aktuelle News und Infos rund um die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge.
Ja, es gibt schon Elektroautos auf dem Markt. Es handelt sich jedoch um Kleinserien. Anfang 2010 wird es den Mitsubishi i-MiEV auch bei uns zu kaufen geben, später dann den Opel Ampera (Abbildung oben) und den Smart ForTwo mit Elektroantrieb.
Derzeit muss mit relativ hohen Anschaffungskosten für ein Elektroauto gerechnet werden. Grund hierfür ist in erster Linie die teure Herstellung der Batterien, die den Strom speichern. Im Gespräch sind allerdings auch Lösungen auf Leasing-Basis, bei denen der Verbraucher nur das Auto kauft, die Batterie jedoch least.
Grundsätzlich ja! Es fallen ca. drei bis vier Euro pro gefahrene km an Kosten für Strom an. Vorteil der Elektrofahrzeuge ist, dass es noch keine direkte Besteuerung für den Autostrom gibt. Hier fällt die Mineralölsteuer stark ins Gewicht.
Die Antwort lautet: immer da wo es Strom gibt. Das bedeutet, das Elektroauto kann auch zu Hause an der eigenen Steckdose aufgeladen werden - ein großer Vorteil gegenüber diesel- und benzinbetriebenen Fahrzeugen. Später sollen auch stationäre Ladestationen aufgestellt werden, so dass in der Zukunft - ähnlich den Tankstellen - ein flächendeckendes Netz von Ladestationen für Elektroautos vorhanden sein wird. Eine andere Möglichkeit ist der Austausch von Batterien, dies vor allem in Verbindung mit der Leasingvariante. Solche Technologien sind jedoch sehr kostspielig in ihrer Umsetzung.
Das hängt von der jeweiligen Kapazität der Batterie ab. Auch beim Ladeverfahren gibt es Unterschiede, nämlich das Normale Laden und das Schnellladeverfahren. Letzteres dauert - je nach Batterie - weniger als eine Stunden, kann sich allerdings auch negativ auf die Lebensdauer der Batterie auswirken.
Diese Frage hängt davon ab, wie der Strom für das Auto produziert wurde. Kommt der Strom aus einem Kohlekraftwerk, fallen bei der Produktion ähnlich hohe Emissionen wie bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Wird der Strom dagegen aus regenerativen Energien wie Sonne und Wind produziert, ist die Fahrt mit einem Elektrofahrzeug deutlich umweltschonender als mit einem herkömmlichen Fahrzeug.
Ja, zum Beispiel den Wasserstoffantrieb. Viele Hersteller beschäftigen sich auch mit der Entwicklung von Wasserstofffahrzeugen.
*Abbildung zeigt den Opel Ampera, © Daniel Litzinger/Pixelio